11.10.2019
100 Prozent für Albert Geitner

Nominierung des FW-Bürgermeisterkandidaten

Bürgermeister einer Gemeinde wie Ursensollen zu sein, sei ein schweres Amt, betonte Franz Mädler im Gasthaus Reif – aber es sei zugleich das schönste überhaupt. Oberste Prämisse sei für ihn immer das Wohl der Gemeinde gewesen. Dabei sehe er durchaus ein, dass die Entscheidungen der vergangenen Jahre nicht immer jedem gefallen haben. Mit voller Überzeugung betonte Mädler, dass Ursensollen nichts Besseres passieren könnte, als dass Albert Geitner, „ein Politiker mit Fachwissen, Standvermögen und Charakter“, Bürgermeister werde.

„FW keine CSU light“
„Wir Freien Wähler sind keine FDP 2 und keine CSU light, sondern eine eigenständige und unabhängige Partei“, betonte Hans Martin Grötsch, der stellvertretende Vorsitzende der bayerischen FW. Er bedauerte, dass in Berlin und München oft Entscheidungen fallen, für die dann die Bürgermeister und Kommunalpolitiker die Prügel einstecken müssten. Keine große Überraschung war der Vorschlag des FW-Fraktionsvorsitzenden Horst Lihl, Albert Geitner als Bürgermeister-Kandidaten zu nominieren. Lihl betonte, dass es im März 2020 darum gehe, dass ein bewährter und erfolgreicher Weg fortgeführt werde. Die vergangenen 18 Jahre trügen eindeutig die Handschrift Mädlers. In dieser Zeit habe sich Ursensollen nicht nur baulich und wirtschaftlich, sondern auch menschlich verändert. Dass die Gemeinde so erfolgreich sei, liege am Gemeinderat, der parteiübergreifend angepackt habe – aber Taktgeber seien die FreienWähler gewesen. Geitner erfülle alle Kriterien eines modernen Bürgermeisters. Dieser müsse zukunftsorientierter Vordenker mit gesundem Menschenverstand sein, Lebenserfahrung, hohe soziale Kompetenz und Sachverstand aber auch Management-Qualitäten haben.

Albert Geitner verwies in seiner Vorstellung darauf, dass er die Entwicklung von Gemeinde und Landkreis bereits mitgestalte: Seit 2008 ist er im Gemeinderat, seit 2014 im Kreistag. Zu neuen Baugebieten in Ursensollen habe es auch kritische Stimmen gegeben. Aber ohne diese Flächen sowie junge Familien und Kinder wäre der Schulstandort gefährdet. Geitner will moderat weiteres Bauland für Wohnen und Gewerbe erschließen lassen. Aber auch die Innenentwicklung dürfe man nicht außer Acht lassen: In allen Ortsteilen gebe es ungenutzte Nebengebäude und landwirtschaftliche Anwesen. Wesentliche Hoch- und Tiefbauprojekte habe die Gemeinde auf den Weg gebracht. Die müssten auch umgesetzt werden, von Kindergarten/Krippe bis zu altersgerechten Wohnformen.

Das Ehrenamt im Blick
Pfeiler des Zusammenlebens sind für Geitner die gut 40 Vereine, Feuerwehr und die Helfer vor Ort. Da immer weniger Bürger bereit seien, sich ehrenamtlich einzubringen, werde er sich als Bürgermeister dafür stark machen, dass die Gemeinde für vereinsübergreifende administrative Tätigkeiten Büros zur Verfügung stellt und die dafür einzustellende Arbeitskraft auch finanziell unterstützt. Damit soll das Ehrenamt entlastet werden, um Lebensqualität und kulturelle Vielfalt in Ursensollen aufrechtzuerhalten. Ihm sei bewusst, so Geitner, dass Bürgermeister sein kein Honigschlecken sei. Ansprüche einzelner Bürger an die öffentliche Hand stünden im groben Missverhältnis zum selbst eingebrachten Beitrag. Obwohl klar war, dass die FW ihn zum Kandidaten machen würden, waren 100 Prozent der Stimmen für Geitner dann doch eine Überraschung.

Zur Person Albert Geitner
Albert Geitner ist 46 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Kindern und wohnt in Haag. Seit 2001 ist er als selbstständiger Bauingenieur tätig. Den Freien Wählern schloss er sich 2004 an. Seit 2010 ist er Vorsitzender der FW-Kreisvereinigung Amberg-Sulzbach und der Freien Wähler in Ursensollen. Wenn er zum Bürgermeister gewählt werde, werde sein Ingenieurbüro nicht geschlossen, sondern unter neuer Verantwortung weitergeführt, kündigte er bei der Nominierung an.

Antrittsrede Albert Geitner